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    <title>The Diary of Kitty Koma</title>
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    <dc:publisher>kittykoma</dc:publisher>
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    <title>The Diary of Kitty Koma</title>
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    <title>Kalte Asche</title>
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    <description>&lt;p&gt;Seit 10 Tagen schreibe ich an einem Text, der das Licht der Blogwelt sicher nie erblicken wird. Es betrifft meinen Beruf und die Abnutzungserscheinungen, die die anstrengenden Arbeitsjahre brachten. Bei dem Satz &quot;Wenn irgend möglich, vermied ich es, ans Telefon zu gehen und schickte meine Sekretärin vor, denn mir war alles gleichgültig, nein, ich hatte Angst vor denen da draußen.&quot;, hörte ich zu schreiben auf.&lt;br /&gt;
Eine ausführliche und halböffentliche, wenn auch anonyme Analyse eines schweren Burnouts von jemandem, der nach der Genesung auf Existenzsicherung durch welche Arbeit auch immer angewiesen ist, verbietet sich von allein. Meine Arbeitswelt heuchelt höchstens Verständnis und macht sich auf den Weg zum nächsten, der Ruhm und Erfolg verspricht oder fragt sich noch nach Jahren: war da nicht was?&lt;br /&gt;
Und dann gerade die Presse, dieser Torwart. Auf diesen Zug möchte ich nicht aufspringen. (Mir fallen nur noch blöde jokes ein!)&lt;br /&gt;
Vor zehn Wochen verlangte der Arzt von mir mehrere Monate berufliche Pause. Ich handelte ihn auf zwei Wochen Bauernhofvertretung im November, meinen Jahresurlaub im Dezember auf Sardinien und drei Wochen Klinikaufenthalt im Januar herunter.&lt;br /&gt;
Als ich letztens einen Nachmittag und einen Abend vergraben in eine Fleecedecke und die Kapuze meines Hoodies auf dem Sofa lag und nicht wußte wohin mit mir vor Panik und grundloser Todesangst, wußte ich, daß jetzt etwas passieren muß.&lt;br /&gt;
Der Arzt zieht mich für zwei Monate aus dem Verkehr. wenn es nach ihm ginge besser heute als gestern. Die Krankenkasse prüft noch und wird die 8 Wochen sicher runterfeilschen. Aber seit ich weiß, daß ich auf den Zauberberg gehe, ist mir ein riesiger Stein vom Herzen gefallen.&lt;/p&gt;</description>
    <dc:creator>kittykoma</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 kittykoma</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-16T15:46:00Z</dc:date>
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    <title>heute im traum in einem hotelzimmer einen kühlschrank von vergammelten lebensmitteln...</title>
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    <description>heute im traum in einem hotelzimmer einen kühlschrank von vergammelten lebensmitteln befreit. milch mit ablaufdatum 1975. als ich die der hausdame zeigte, fand die das normal.</description>
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    <dc:subject>leben</dc:subject>
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    <dc:date>2009-11-12T10:28:00Z</dc:date>
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    <title>Wie es wirklich war</title>
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    <description>Am Abend des 9. November 1989, nachdem ich die Pressekonferenz mir Schabowskis Zettel-Statement sah, war ich als bürokratiegestählte DDR-Bürgerin zu dem Schluß gekommen, daß man sich in den nächsten Tagen bei der Meldestelle zwecks Paßerwerb anstellen könnte. Selbstverständlich erst, wenn sich der erste Andrang gelegt hatte.&lt;br /&gt;
Dann gingen mein Mann und ich schlafen. Am nächsten Morgen fiel die Chefin der Kinderkrippe mir und meiner Tochter um den Hals: Ob es nicht toll sei?&lt;br /&gt;
Ichso: Äh ja, jetzt können wir reisen, ich hol mir demnächst auch einen Paß. (Im Kopf hatte ich, wovon ich denn verdammt nochmal so eine Reise bezahlen sollte, denn Aluchips wollten sie da drüben bestimmt nicht.)&lt;br /&gt;
Sie sah mich entsetzt an, aber ich merkte das garnicht, morgens bin ich nicht ganz so helle.&lt;br /&gt;
Als ich dann zu Hause am Frühstückstisch herzhaft in mein Brötchen biß, blieb es mir im Hals stecken, denn die Nachrichten verkündeten, daß in der Nacht die Mauer gefallen sei.&lt;br /&gt;
Das ist jetzt nicht wahr, dachte ich. Das kann garnicht wahr sein. Ich bin noch nicht wach. Oder gleich explodiert die Welt und wir sollten vorher noch aufgeheitert werden.&lt;br /&gt;
Doch die Provinzstadt Frankfurt an der Oder stand auch fünf Sekunden später noch und mein Mann machte ein ähnlich dämliches Gesicht.&lt;br /&gt;
Den Rest des Tages saß ich heulend vor dem Fernseher. Als meine Eltern anriefen, mit erschütterte Stimme: Hast du schon gehört, was passiert ist?, fühlte ich mich zwar schuldig ob meiner Glücksgefühle und -tränen, aber bekannte mich dazu. Sie waren befremdet und ratlos, aber sagten nicht viel. Denn ab da hatten sie und ihre Partei nicht mehr recht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
inspiriert von den kommentaren &lt;a href=&quot;http://vert.blogger.de/stories/1525299/&quot;&gt;hierzu&lt;/a&gt;</description>
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    <dc:date>2009-11-09T21:07:00Z</dc:date>
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    <title>Bis da hin</title>
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    <description>&lt;cite&gt;Mir fällt es immer wieder schwer, dir das Nichtmehrkönnen abzunehmen. Bei M. wartet man nur darauf, (...) Bei dir überrascht es. Einerseits spricht das ja für deine Beherrschung, andererseits tust du dir und anderen damit wohl auch keinen Gefallen.&lt;cite&gt;&lt;/cite&gt;&lt;/cite&gt;</description>
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    <dc:subject>leben</dc:subject>
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    <dc:date>2009-11-08T19:55:00Z</dc:date>
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    <title>Alles nicht wahr!</title>
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    <description>&lt;div style=&quot;width:400px;height:272px;line-height:14px;border:0;&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.moviepilot.de/meine-stadt&quot; style=&quot;line-height:14px; border:0; margin:0; padding:0;&quot;&gt;&lt;img style=&quot;line-height:14px; border:0; margin:0; padding:0;&quot; src=&quot;http://www.moviepilot.de/promotions/awaywego/data/result_1_b.jpg&quot; alt=&quot;Welche Stadt passt zu dir? Mach den Test bei der Film-Community moviepilot&quot; title=&quot;Welche Stadt passt zu dir? Mach den Test bei der Film-Community moviepilot&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;250&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;img src=&quot;http://blog.moviepilot.de/quiz/pathfinder/Y2FtcGFpZ25fdHlwZT1hd2F5d2VnbyZpbmZvPWVtYmVkX2I=&amp;mandant=m26215.gif&quot; width=&quot;1&quot; height=&quot;1&quot; alt=&quot;&quot; style=&quot;border:0; margin:0; padding:0;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;a href=&quot;http://www.moviepilot.de/movies/away-we-go&quot; target=&quot;_new&quot;  style=&quot;line-height:14px; border:0; margin:0; padding:0; font:normal 10px Arial, Helvetica; color:#cccccc&quot; title=&quot;Weitere Informationen zum Film Away we go - Auf nach Irgendwo ansehen&quot;&gt;Mehr Infos zum Film Away we go - Auf nach Irgendwo&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;</description>
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    <dc:subject>aufgeschnappt</dc:subject>
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    <dc:date>2009-11-03T16:15:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://kittykoma.twoday.net/stories/6014992/">
    <title>notiz auf &lt;a href=&quot;http://babeltext.de/&quot;&gt;http://babeltext.de/&lt;/a&gt;</title>
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    <dc:date>2009-10-28T10:40:00Z</dc:date>
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    <title>fuck!</title>
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    <description>nach einer woche aggressorenabwehr mit hühnersuppe, chili und ingwer nun endgültig krank.</description>
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    <title>Männer</title>
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    <description>&lt;a href=&quot;http://www.spiegel.de/kultur/literatur/0,1518,656975,00.html&quot;&gt;Underfucked?&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
and&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://ppt.antville.org/stories/1940840/&quot;&gt;Oversexed!&lt;/a&gt;</description>
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  <item rdf:about="http://kittykoma.twoday.net/stories/maulfaul/">
    <title>Maulfaul</title>
    <link>http://kittykoma.twoday.net/stories/maulfaul/</link>
    <description>Irgendwie läufts mit der Schreiberei gerade nicht. Alle Zeichen stehen immer noch auf Erholung. Scheinbar habe ich mich lange Zeit ausgequetscht wie eine Zitrone, da kommt halt gerade kein Saft mehr.&lt;br /&gt;
Dafür kann ich wieder lesen und - fernsehen (!). Ich TV-Hasserin!</description>
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    <dc:subject>leben</dc:subject>
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    <dc:date>2009-10-22T09:35:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://kittykoma.twoday.net/stories/welcome-to-shizogorod/">
    <title>Welcome to Shizogorod!</title>
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    <description>Gestern erfahre ich, das sich mittlerweile der zweite Mensch in meinem Freundeskreis freiwillig in die Geschlossene begeben hat.&lt;br /&gt;
(Edit: Innerhalb eines Monats! Und eher deshalb freiwillig, weil es  sonst Zwang gegeben hätte.)</description>
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    <dc:subject>leben</dc:subject>
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    <dc:date>2009-10-20T08:40:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://kittykoma.twoday.net/stories/na-prima/">
    <title>Na prima!</title>
    <link>http://kittykoma.twoday.net/stories/na-prima/</link>
    <description>Die erste kollektive Herbsterkältung ist im Anmarsch. HeMan klingt wie ein ausgehungerter Schwarzbär. Bei mir kreist das Virus noch und kann sich nicht entscheiden, wo es sich zuerst niederlässt: Hals, Verdauungstrakt oder Stirnhöhle.&lt;br /&gt;
Ich geh dann mal Hühnersuppe kochen.</description>
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    <dc:date>2009-10-20T08:06:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://kittykoma.twoday.net/stories/drei-sekunden-abneigung/">
    <title>Drei Sekunden Abneigung</title>
    <link>http://kittykoma.twoday.net/stories/drei-sekunden-abneigung/</link>
    <description>Graue Haare, Jungsgesicht, Arschlochbrille.&lt;br /&gt;
Einer, der ansatzlos von der Pubertät in die Midlifecrisis stürzen wird.&lt;br /&gt;
Sich wohlfühlend als Karteileiche in Datingportalen.</description>
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    <dc:subject>aufgeschnappt</dc:subject>
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    <dc:date>2009-10-16T09:29:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://kittykoma.twoday.net/stories/5994385/">
    <title>Was Leib und Seele zusammenhält II</title>
    <link>http://kittykoma.twoday.net/stories/5994385/</link>
    <description>&lt;p&gt;Irgendwann, ein zwei Jahre nach der Ankunft in der Kernfamilie, dreht sich mein Essverhalten um. Zunächst wurde ich noch heftig gelobt dafür, daß ich ab und zu mal den Teller leeraß und manchmal sogar Nachschlag wollte.&lt;br /&gt;
Der Durchbruch kam, als ich von Freunden lernte, daß man sich allein Essen machen kann: Eier braten, Brote schmieren, Wurst schneiden. Ich ging oft mit zu Lars nach Hause. Lars&apos; Mutter war geschieden und hatte keinen Mann mehr, sondern nur Tante Hiltrud, eine Internistin, die irgendwo im Spreewald in einem Landkrankenhaus arbeitete und deshalb nur jedes zweite Wochenende die Familie komplettierte. Da seine Mutter im Schichtdienst als Hebamme im Kreissaal stand, hatte Lars sehr früh gelernt, sich selbst zu versorgen. Ich lernte von ihm solche tollen Gerichte, wie &quot;Pfannenmansch&quot;. Ganz einfach Salamiwürfel anbraten, vielleicht auch eine Zwiebel, dann Eier drauf schlagen und vielleicht noch ein paar Käsewürfel schmelzen lassen. Oder so simple Sachen, wie das Bedienen der Brotmaschine. Plötzlich konnte ich Schmalz- und Pflaumenmusbrote allein machen und sparte mir die anstrengenden familiären Eßrituale.&lt;br /&gt;
So saß ich ganze Nachmittage vor einem Teller mit geschmierten Broten und las. Sehr zum Missfallen meiner Mutter, denn die Bücher hatten jede Menge Fettflecken und manchmal waren am Abend Brot, Butter und Wurst fast alle. Dafür schmeckte es mir nun und ich konnte Essen genießen.&lt;br /&gt;
Ich legte nach und nach zu, auch weil mir die Bewegung fehlte, ich ging nicht gern nach draußen in das Neubaugebiet und Sport haßte ich wie die Pest. Im Gegenzug wurde mein Bruder immer dünner und heikler mit dem Essen. Er bekam damit jede Menge Aufmerksamkeit und ich zog mich mehr und mehr zurück in eine Welt, in der ich mir den Mund stopfen konnte und die mit Phantasien von Cremetorten und Schinkenbrötchen gepolstert war. Das Unvermögen, beim Essen etwas zu empfinden, hatte sich verlagert. Ich konnte nun etwas schmecken, fühlte aber nicht, ob ich satt war oder nicht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mittlerweile lobte mich niemand mehr dafür, wie viel ich aß, sondern mir wurde die Wurst aufs Brot gezählt und die Menge der Butter bemäkelt. Mir war das egal, denn ich bunkerte nun das Essen unterm Bett, las Kochbücher und begann selbst zu kochen.&lt;br /&gt;
Auch mein Körper war wieder Thema. Diesmal war ich nicht zu wenig, sondern zu viel. &quot;Mädel, iss nicht so viel!&quot; war nun mein zweiter Vorname, gefolgt von &quot;So, wie du aussiehst, bekommst du nie einen Mann, dabei warst du doch so ein niedliches kleines Mädchen.&quot; Der unrühmliche Höhepunkt meiner Existenz als Wal war das 14. Lebensjahr. Danach ging es nicht mehr um den Rückzug nach innen, in ein speckgepolstertes Schneckenhaus, sondern ich begann ein ziemlich unkontrolliertes und spannendes Gymnasiastinnenleben. Mit meinem Gewicht pendelte es sich irgendwann ein und für Essen hatten wir ohnehin kaum Geld.&lt;br /&gt;
Später, in Beruf und Studium hatte ich einige Mondphasen. Mit allen Extremen ein Schwanken von 20 Kilo, meist ging es aber um plusminus 10.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auch heute kämpfe ich immer wieder gegen seelische Reaktionen, die mit Hunger nichts zu tun haben. Wenn ich den (körperlichen, realen) Kontakt zu mir nahen Menschen verliere oder nicht finde, kann ich nichts essen. Ich kann dann innerhalb einer Woche drei oder vier Kilo abnehmen. Selbst wenn diese Phase endet, dauert es lange, bis mein Körper wieder umschaltet aus der Hyperverbrennung mit gleichzeitigem Ekel vor Nahrung.&lt;br /&gt;
Habe ich zu viel Stress, Druck und muss Anpassungsleistungen vollbringen, ist Nahrungsaufnahme der exklusive Moment für mich, den ich mit niemandem teilen muss. Deshalb koche ich auch sehr gern, das entspannt mich. - Was sich leider auf den Rippen niederschlägt.&lt;br /&gt;
Ich weiß nicht, wo das Mittelmaß ist. Auf die eine oder andere Sache bin ich kürzlich erst gekommen. Dass es mir gut tut, mit Leuten zusammen zu sein, die selbst gern essen, auch sinnlich und viel und dafür am nächsten Tag kürzer treten. Dass Druck bei mir das Gegenteil erreicht - ich tauche weg und mache ohnehin mein Ding.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Frühstück brauche ich in jedem Fall. Mittagessen ist toll. Abendbrot darf knapp ausfallen. Ich bin halt Deutsche...&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;  &lt;/p&gt;</description>
    <dc:creator>kittykoma</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 kittykoma</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-15T16:12:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://kittykoma.twoday.net/stories/was-leib-und-seele-zusammenhaelt-i/">
    <title>Was Leib und Seele zusammenhält I</title>
    <link>http://kittykoma.twoday.net/stories/was-leib-und-seele-zusammenhaelt-i/</link>
    <description>&lt;p&gt;Laßt uns übers Essen reden. Nein, das wird kein Abnehm- und auch kein Kochtext.&lt;br /&gt;
Ich habe vor Jahren mal einen Text zu einem Filmprojekt namens &quot;Ochsenhunger&quot; geschrieben und finde ihn nicht mehr. Schade, denn er war gut. Ich hätte ihn sehr gern hier veröffentlicht und mit der Distanz von 5 Jahren noch einmal kommentiert.&lt;br /&gt;
Aber gut, dann gibt es einen neuen Text.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im frühen wie im späten Leben achten die Bezugspersonen auf Einfuhr und Ausfuhr. Wie viel geht rein in das Stück Leben? Genügt es? Kommt eine adäquate Menge auch wieder raus? Klemmt irgendwas?&lt;br /&gt;
Baby-Kitty war in dieser Hinsicht ein Sorgenkind. Es kam zwar vorbildlich alles wieder aus ihr raus, aber nach Meinung der umsorgenden bzw. wortführenden Großeltern und -tanten, die samt und sonders im Krieg bitter hungern mussten, hätte in Baby -Kitty wesentlich mehr reingepasst, wenn sie es denn gewollt hätte. &quot;Mädel, iss!&quot; war mein zweiter Vorname.&lt;br /&gt;
Es wird von panischen Arztbesuchen berichtet, denn als ich die Masern hatte, aß ich drei Tage nichts. Der Arzt saß es gelassen: Wenn sie gesund wird, bekommt sie auch wieder Hunger. Was auch so war.&lt;br /&gt;
Auch zu normalen Zeiten waren die Mahlzeiten für mich Stressmomente. Kartoffeln schälen oder Brötchen holen fand ich noch spannend. Ich knabberte für mein Leben gern rohe Kartoffeln, weil sie einen ähnlichen Geschmack hatten wie die gekalkten Zimmer-Wände, die ich anleckte und abkratzte (frühkindliche Perversion, ich weiß) und morgens mit der Großtante in die warme Backstube zu gehen, weil der Laden noch nicht aufhatte, das war ein Erlebnis, denn wenn ich wollte, durfte ich sogar die Brötchen aussuchen. Aber wenn das Geschirrgeklapper losging und der Tisch gedeckt wurde, verkroch ich mich am liebsten darunter. Natürlich holten sie mich hoch und setzten mich vor einen vollen Teller, den ich ambitionslos ansah, um kurz darauf in anhaltendes Geplapper auszubrechen, damit niemand auf die Idee kam, mir etwas in den Mund zu schieben. Ich erinnere mich nicht daran, dass ich ein Lieblingsessen oder ausgeprägte Abneigungen hatte, für mich war - zumindest in der Erinnerung - alles geschmacklos. Ob ich Süßes mochte, kann ich nicht sagen. Es waren ohnehin noch nicht die Zeiten, in denen Kinder täglich Süßigkeiten bekamen. Schokolade gab es zu Ostern, zu Weihnachten und am Geburtstag, Kekse und Kuchen waren mir egal. Das einzige, was ich ganz gern mochte, waren schokoladengefüllte Karamell-Lollies und herbe Lakritzstangen. Aber selbst an denen lutschte ich gut drei Tage.&lt;br /&gt;
Die Tricks, mit denen mir Essen nahegebracht wurde, waren zirkusreif.&lt;br /&gt;
&quot;Kuck mal, da kommt eine Dampflok: sch-sch-sch, tut-tut, Mund auf!&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Ein Löffel für Papa, der muss studieren, ein Löffel für Mama, die muss studieren und ein Löffel für dein kleines Brüderchen, damit er groß und stark wird!&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Wenn du jetzt nicht aufisst, müssen wir dich leider anbinden, bis der Teller leer ist. Das ist ganz peinlich, was soll denn der Nachbar sagen, aber es hilft ja nichts.&quot;&lt;br /&gt;
Die Tricks brachten meist nicht viel und das mit dem Anbinden versuchten sie einmal und nie wieder, denn ich saß ewig vor dem Teller.&lt;br /&gt;
Einmal ging ich in die Speisekammer und holte mir ein Stück Würfelzucker. Nicht, weil ich das so toll fand, sondern weil mir fortwährend Geschichten vorgelesen wurden, in denen Kinder Süßigkeiten mopsten. Als ich dann den Würfelzucker kostete, fand ich das zwar sehr süß, hatte aber keine Ahnung, warum andere Kinder für so etwas langweiliges Ärger riskierten.&lt;br /&gt;
Dafür konnte ich mit drei Jahren schon recht manierlich im Restaurant am Tisch sitzen und mit Besteck umgehen. Ich schob das Essen zwar weitestgehend auf dem Teller herum, aber ich muss dabei reizend ausgesehen haben, denn meine Großeltern gingen gern mit mir essen. Vielleicht waren es auch die umständlichen Tischsitten, die mich davon abhielten, Spaß am Essen zu haben. Nur am Waschtag wurde in der Küche eine vorgekochte Suppe gelöffelt. Ansonsten gab es Mittagessen am gedeckten Tisch, mit komplettem Besteck, Stoffservietten, Vorsuppe und Nachtisch.&lt;br /&gt;
Zur großen Empörung von KKM mochte ich am allerliebsten jenes Arme-Leute-Essen, das in diesem Haushalt nicht mehr auf den Tisch kam: frisches Graubrot mit Schmalz und Äpfel vom Baum. Es war ihr jedes mal herrlich peinlich, wenn die Omi von gegenüber stolz berichtete, ich hätte mit ihren Enkeln zwei ganze Stullen verputzt und auch nebenan, im Postenhaus, mochte ich das Soldatenbrot. Weißbrot mit ungarischer Salami und Camembert mochte ich eben weniger gern.&lt;br /&gt;
Mit fünf Jahren lag ich wochenlang mit einer Hepatitis-Infektion im Krankenhaus. Es war Vorschrift, danach ein Jahr lang Gallendiät zu halten - nichts Gebratenes, kaum Fett, keine Hülsenfrüchte. Die Mädchen in diesem riesigen Krankensaal waren den ganzen Tag damit beschäftigt, dem hinterherzutrauern, was sie nicht mehr essen durften: Schnitzel, Linsensuppe, Knackwurst, Kakao, Torte, Backfisch. Ich lag in meinem Bett und fragte mich, was daran so besonders wäre.&lt;br /&gt;
Ich hatte es ohnehin wieder ausgereizt. Bevor ich ins Krankenhaus kam, hatte ich so lange kein Essen in mir behalten können, bzw. es gleich ganz verweigert, dass ich vor Schwäche nicht mehr laufen konnte. Es dauerte lange, bis ich wieder aufrecht stand und die Puddingsuppe, die es manchmal morgens anstelle des Haferschleims gab, fand ich ok., aber ich gab den anderen, die sich darum fast prügelten, gern meinen halben Becher.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die nächsten Aha-Erlebnisse kamen, als ich zu meinen Eltern und meinem Bruder umsiedelte. Der Kleine war damals wohlgenährt und hatte, da er von Anfang an im Kindergarten war, einen gesunden Futterneid entwickelt, neben dem ich zunächst wie ein spackes Alien stand.&lt;br /&gt;
Ich erinnere mich an einen der ersten gemeinsamen Abende, wo er vor dem Abendbrot hungrig war, ein Ende Teewurst aus dem Kühlschrank griff, sie sich mit den Fingern herauspulte und in den Mund schob. Ohne Brot! Freiwillig! Ich schüttelte mich, als ich auch probierte.&lt;br /&gt;
Auch das Kindergartenessen war für mich zunächst abartig. Breiiger Milchreis, Milchnudeln (ich hasste süße Hauptspeisen!), &quot;Stullenfleisch&quot; (Hackbraten), Nudeln mit Tomatensauce, alles was die anderen Kinder in Entzücken versetzte, war mir egal. Das einzige, was ich interessant fand, war der nachhaltige Glutamatgeschmack der Saucen.&lt;/p&gt;</description>
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&lt;br /&gt;
... und schon garnicht an diesem Wochentag.</description>
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