Der Tod eines Menschen, auch eines prominenten, sollte meiner Ansicht nach wenigstens mit einem Minimum an Respekt begleitet werden. Die Selbstgefälligkeit und Häme in diesem Blog bewegt sich leider auf BILD-Niveau. Vielleicht auch darunter.
anonym zu kommentieren ist zwar hier möglich, spricht aber nicht von format. wer moralurteile hinterläßt, sollte wenigstens einen namen daruntersetzen.
daß menschen, die ihre rolle im showbusiness so weit perfektionieren, daß sie zum symbol gerinnen, zu wenig empathie oder zu viel bekommen, liegt in der natur der sache. die reaktion auf ein erhabenes oder wunderschönes oder altersloses oder skurriles wesen ist ebenso überhöht wie dieses wesen selbst. und den menschen dahinter kannte in diesem konkreten fall allerhöchstens seine familie und liz taylor. nur, was haben wir mit diesem menschen zu schaffen? auch wenn wir glauben, einem showstar nahe zu sein, wir sind es nicht.
(und wir sollten nie vergessen, daß es eine rolle ist. auch wenn die performer ihre rolle oft so verinnerlichen, daß sie glauben, sie sind ihre selbst oder vom management erschaffene kunstfigur. daß man show-figuren vermenschlicht, ist normal. nicht umsonst wird jeder tv-doktor um rezepte gebeten.)
nein, ich bin nicht empatisch, weil ich die figur michael jackson nicht mochte. je deformierter, desto weniger. den menschen michael jackson kannte ich nicht und ich könnte spekulieren, daß er verrückt war, aber das ist müßig. der künstler michael jackson tat mir leid, weil er nicht in der lage war, die früchte seiner harten arbeit in kindheit und jugend ins alter zu tragen. aber auch dieses mitleid hält sich in grenzen. wer so selbstherrlich über sich verfügt, daß er sich um jeden preis von einem schwarzen in einen weißen verwandelt (um nur ein beispiel zu nennen), trägt auch die konsequenz, nicht mehr als menschlich betrachtet zu werden.
sorry, dieses blog ist nicht die bildzeitung. hier schreibt eine theaterwissenschaftlerin und kulturmanagerin, die sich mit dem phänomen showstar in der öffentlichkeit beruflich auseinandersetzt. hören sie mal einem arzt zu, der sie operiert.
Ich bin dann mal weg
daß menschen, die ihre rolle im showbusiness so weit perfektionieren, daß sie zum symbol gerinnen, zu wenig empathie oder zu viel bekommen, liegt in der natur der sache. die reaktion auf ein erhabenes oder wunderschönes oder altersloses oder skurriles wesen ist ebenso überhöht wie dieses wesen selbst. und den menschen dahinter kannte in diesem konkreten fall allerhöchstens seine familie und liz taylor. nur, was haben wir mit diesem menschen zu schaffen? auch wenn wir glauben, einem showstar nahe zu sein, wir sind es nicht.
(und wir sollten nie vergessen, daß es eine rolle ist. auch wenn die performer ihre rolle oft so verinnerlichen, daß sie glauben, sie sind ihre selbst oder vom management erschaffene kunstfigur. daß man show-figuren vermenschlicht, ist normal. nicht umsonst wird jeder tv-doktor um rezepte gebeten.)
nein, ich bin nicht empatisch, weil ich die figur michael jackson nicht mochte. je deformierter, desto weniger. den menschen michael jackson kannte ich nicht und ich könnte spekulieren, daß er verrückt war, aber das ist müßig. der künstler michael jackson tat mir leid, weil er nicht in der lage war, die früchte seiner harten arbeit in kindheit und jugend ins alter zu tragen. aber auch dieses mitleid hält sich in grenzen. wer so selbstherrlich über sich verfügt, daß er sich um jeden preis von einem schwarzen in einen weißen verwandelt (um nur ein beispiel zu nennen), trägt auch die konsequenz, nicht mehr als menschlich betrachtet zu werden.
sorry, dieses blog ist nicht die bildzeitung. hier schreibt eine theaterwissenschaftlerin und kulturmanagerin, die sich mit dem phänomen showstar in der öffentlichkeit beruflich auseinandersetzt. hören sie mal einem arzt zu, der sie operiert.