Nicht alles, was hinkt, ist ein auch vergleich: Komponisten waren angestellt an höfen oder kirchgemeinden und produzierten im auftrag, dramatiker wurden für aufführungen bezahlt bzw. an deren einnahmen beteiligt... Das recht am original hat doch sowohl merkatile hintergründe als auch individualistische. Die frage muss schon zugelassen sein und beantwortet werden, wovon schöpfer von originalen existieren sollen. Und die unter leuten, die es finanziell nicht nötig haben, um sich greifende "mode", freeware-programme und raubkopien zu nutzen, um im eigenen job damit geld zu verdienen, kann man nur verachten...
so weit wollte dann doch nicht ausholen... ja künstler waren angestellte musische handwerker. nicht frei schaffende genies, die von einer industrie vermarktet werden.
fakt ist, daß die verkaufskonzepte der industrie nicht mehr funktionieren. ich lasse jetzt mal die ganze moraldiskussion vom geistigen diebstahl beiseite, in anbetracht dessen, daß die künstler selbst kopieren (mash), ist sie müßig.
für neue distribution und neue nutzungsarten sind andere preisgestaltungen nötig. niemand käme auf die idee, rundfunkhörer für jeden einzelnen titel abzukassieren. leute, die heute mp3 hören wie früher radio, sollen aber dafür hohe summen zahlen. das muß komplett neu strukturiert werden.
was freeware und open source betrifft, so habe ich für mich einen leitfaden: experimente mache ich mit freeware, von mir für gut empfundene open source bezahle ich und ziehe sie den industriellen programmen vor.
Setza (Gast) - 30. Jun, 11:57
...manchmal wär ich gern richtig altmodisch und dreiaffig. Geht aber nicht.
Das beispiel radio vs. podcast (etwa "hörbar rust") zeigt übrigens treffend, dass die debatte auch weg vom inhalt und den für seine produktion notwendigen aufwendungen entlang der technik geführt wird. Es bleiben aber die gleichen beiden menschen plus team, die das da produzieren, ganz gleich, ob das der inhalt via ultrakurzwelle, digital audio broadcast oder eben mp3 in mein ohr dringt.
wäre ich auch gern, geht aber tatsächlich nicht. wer altmodisch ist, ist bei diesen entwicklungen binnen kürzester zeit geschäftlich tot. (siehe musikindustrie, einige meiner freunde konnten da ziemlich gut von leben). und ich lebe auch vom rundfunk im weiteren sinne.
fakt ist, daß die verkaufskonzepte der industrie nicht mehr funktionieren. ich lasse jetzt mal die ganze moraldiskussion vom geistigen diebstahl beiseite, in anbetracht dessen, daß die künstler selbst kopieren (mash), ist sie müßig.
für neue distribution und neue nutzungsarten sind andere preisgestaltungen nötig. niemand käme auf die idee, rundfunkhörer für jeden einzelnen titel abzukassieren. leute, die heute mp3 hören wie früher radio, sollen aber dafür hohe summen zahlen. das muß komplett neu strukturiert werden.
was freeware und open source betrifft, so habe ich für mich einen leitfaden: experimente mache ich mit freeware, von mir für gut empfundene open source bezahle ich und ziehe sie den industriellen programmen vor.
Das beispiel radio vs. podcast (etwa "hörbar rust") zeigt übrigens treffend, dass die debatte auch weg vom inhalt und den für seine produktion notwendigen aufwendungen entlang der technik geführt wird. Es bleiben aber die gleichen beiden menschen plus team, die das da produzieren, ganz gleich, ob das der inhalt via ultrakurzwelle, digital audio broadcast oder eben mp3 in mein ohr dringt.