Da war doch was
Die Jahresrückblicke spülen es wieder an die Oberfläche des Gedächtnisses.
Da gab es einen jungen, körperlich ziemlich präsenten Regisseur, der für einen Debütfilm eine hohe internationale Auszeichung bekam. Und daraufhin in alle Welt krähte, was für ein toller Erfolgstyp er doch ist oder wie die "Zeit" in dieser Woche schrieb: Der machte mächtig einen auf dicke Hose, ob er das denn nötig gehabt hätte?
Seine Produzenten standen derweil bescheiden auf deutschen Filmveranstaltungen herum. Sie waren ja nur diejenigen (auch noch nicht so lange von der Filmschule weg), die einen Debütfilm produziert hatten...
Und bevor ich vor lauter fremdschämen im Erdboden versunken bin, habe ich mir immer gesagt: Warten wir seinen zweiten Film ab. Warten wir ab, wessen Leistung dieser so viel besuchte und beachtete Film war (den ich bis jetzt immer noch nicht gesehen habe, weil er eher das Stasi-Thema für Wessis aufbereitet behandelt).
Wenn ich jetzt das Nähkästchen mal aufmache, dann kann ich daraus plaudern, daß der junge Mann bei der Arbeit viel von seinen sehr erfahrenen und bekannten Hauptdarstellern erklärt und gerichtet bekam. Und daß er in seiner großen Hilflosigkeit sehr viel Support auch von anderen bekam, die zum Teil kein Geld dafür erhielten und denen in der nachfolgenden One-Man-Show nicht einmal Anerkennung zuteil wurde. "Das Riesenbaby" nannten ihn seine Kollegen und halfen ihm, damit das Projekt und die Produzenten nicht baden gingen.
Erfolgsbedingte Amnesie ist eine schöne Einrichtung...
Da gab es einen jungen, körperlich ziemlich präsenten Regisseur, der für einen Debütfilm eine hohe internationale Auszeichung bekam. Und daraufhin in alle Welt krähte, was für ein toller Erfolgstyp er doch ist oder wie die "Zeit" in dieser Woche schrieb: Der machte mächtig einen auf dicke Hose, ob er das denn nötig gehabt hätte?
Seine Produzenten standen derweil bescheiden auf deutschen Filmveranstaltungen herum. Sie waren ja nur diejenigen (auch noch nicht so lange von der Filmschule weg), die einen Debütfilm produziert hatten...
Und bevor ich vor lauter fremdschämen im Erdboden versunken bin, habe ich mir immer gesagt: Warten wir seinen zweiten Film ab. Warten wir ab, wessen Leistung dieser so viel besuchte und beachtete Film war (den ich bis jetzt immer noch nicht gesehen habe, weil er eher das Stasi-Thema für Wessis aufbereitet behandelt).
Wenn ich jetzt das Nähkästchen mal aufmache, dann kann ich daraus plaudern, daß der junge Mann bei der Arbeit viel von seinen sehr erfahrenen und bekannten Hauptdarstellern erklärt und gerichtet bekam. Und daß er in seiner großen Hilflosigkeit sehr viel Support auch von anderen bekam, die zum Teil kein Geld dafür erhielten und denen in der nachfolgenden One-Man-Show nicht einmal Anerkennung zuteil wurde. "Das Riesenbaby" nannten ihn seine Kollegen und halfen ihm, damit das Projekt und die Produzenten nicht baden gingen.
Erfolgsbedingte Amnesie ist eine schöne Einrichtung...
kittykoma - 13. Dez, 11:24
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