25
Mai
2009

Alles nur geträumt

Die Träume, die ich derzeit des Nachts produziere, sind neuartig:
Ich sehe kurz auf eine Landkarte, auf der die Route von A nach B eingezeichnet ist. Irgendwann später beschließe ich, von A nach B aufzubrechen. Als ich schon auf dem Weg bin und durch einen dunklen Wald laufe, fällt mir ein, daß ich nicht weiß, wie Ort B heißt und wie Ort A hieß, habe ich auch längst vergessen. Dann nehme ich eine Eisenbahn und sage mir, daß ich schon irgendwann irgendwo ankommen werde.
Später sitze ich auf einem Boot und fahre über einen klaren dunklen See. Im Wasser schweben Kleider von mir vorbei. Ich tauche und versuche, welche einzufangen, das Kind hilft mir dabei, aber viele ziehen wir nicht nach oben, denn sie sinken zu schnell in die Tiefe.
Letzte Nacht bin ich mit Freunden und dem Mann durch die leeren Straßen einer großen Stadt gegangen. Es war tief in der Nacht, alles schlief und wir waren sehr guter Stimmung. Fast beiläufig fiel mir auf, daß ich barfuß war und außer dem Kleid am Körper nichts bei mir hatte, kein Geld, keinen Wohnungschlüssel, kein Telefon.
Auffällig ist, daß diese Träume angsterregend sein könnten, es aber nicht sind. Früher hatte ich Panikträume von Theatervorführungen, die schon begonnen hatten und ich nach dem eingestrichenen Textbuch suchte. Oder ich sollte gar nicht als Souffleuse arbeiten, sondern für die Hauptrolle einspringen und habe krampfhaft überlegt, wie ich den Leuten beibringe, die an mir in den Theatergängen vorbeihasten, das ich das doch garnicht kann.
Oder ich mußte ganz banal noch mal aufs Gymnasium und hatte nicht einmal einen Stundenplan, von Hausaufgaben ganz zu schweigen.
Oder ich saß auf dem Rücksitz der großen Limousine, die ich jahrelang fuhr und bemerke mit Erschrecken, daß das Auto zwar sehr schnell fährt, aber niemand am Steuer sitzt. Ich bemühte mich krampfhaft, nach vorn zu hangeln, damit nichts passiert, denn schließlich ist das Kind auch mit im Auto...
(Die Rücksitzträume hörten auf, als ich auf einen Zweisitzer umstieg, warum auch immer.)
Ich empfinde mich im wahren Leben ja derzeit als etwas zu entspannt und warte darauf, daß es mal richtig kracht. War schließlich immer so.
logo

The Diary of Kitty Koma

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Quickcheck

Deshalb. Letzter Abschnitt.
Deshalb. Letzter Abschnitt.
kittykoma - 7. Nov, 23:29
Warum?
cabman - 7. Nov, 21:33
Es ist vollbracht
Kitty und ihr Tagebuch sind wieder an die alte Adresse...
Kitty (importiert durch kittykoma) - 18. Okt, 16:03
wieder einmal bestätigt...
wieder einmal bestätigt sich, dass sport eben doch...
Huehnerschreck - 6. Apr, 10:21
Einmal im Jahr
muß sein. 2007: angebrochene Rippe im Wanderurlaub. 2008:...
kittykoma - 4. Apr, 20:44
Ich will auch einen Staubsauger...
Ich will auch einen Staubsauger mit dem die Hausarbeit...
Steffi (Gast) - 8. Mai, 06:45
Saure Eier
Bei uns gehen Saure Eier etwas anders. Mit Butter in...
Schwaka (Gast) - 17. Feb, 14:20
another feuchtgebiet...
spätpubertäre literaturwunderkinder - siehe...
kittykoma - 6. Feb, 13:43

Kittytweets

    Wünsche

    Mußtu hörn:

    Früher war alles besser!

    Immer noch lesbar

    Suche

     

    Status

    Online seit 6427 Tagen
    Zuletzt aktualisiert: 15. Jul, 02:09

    Credits