5
Mai
2009

facebook

überfordert mich.
bin ick zu alt für.

Die Dienstleister

Makler sind eine sehr eigene Spezies. Da jeder, der einen Wohnungsschlüssel und einen Telefonhörer halten kann, in der Lage ist, diesen Beruf zu ergreifen, gibt es eine ganze Menge davon und sie machen sich kräftig Konkurrenz.
In Berlin gibt es ein Maklerbüro, das sich etwas hochtrabend BotschaftsBörseBerlin nennt und auf der Website verkündet, nur erstklassige Lagen, nämlich altes Westberlin (W-dorf, C-burg, G-wald) für erstklassige Menschen, nämlich Diplomaten vorrätig zu haben.
Die Fotos, mit denen das Objekt im Netz vorgestellt wurde, waren weniger erstklassig. Ein mieser Schnappschuß der Küche und mehrere "Objekt ähnlich"-Fotos.
Um einen Besichtigungstermin zu bekommen, muß zunächst das Exposé mit der Anerkenntnis der Provisionspflicht unterschrieben zurückgefaxt werden. Da das ein etwas unübersichtliches Layout hatte, kam auf der Gegenseite nicht viel an. Was mit mehreren kommentarlosen Faxen des neu zu unterschreibenden Exposés und mehreren Faxen des unterschriebenen mit dem Vermerk "NICHT LESBAR!" quittiert wurde. Es hätte auch mal jemand in diesem hochklassigen Laden den Telefonhörer in die Hand und die Worte: "Entschuldigung, das Fax ist leider unlesbar angekommen, könnten sie es bitte noch einmal schicken?" in den Mund nehmen können. - Also, ich mein ja nur.
Da sie aber den Ansprechpartner und die Adresse bereits gemailt hatten, sollte das aber auch egal sein.
Die Hausbesitzerin war eine nette alte Dame, die Wohnung ein verschnittenes Dachgeschoß, angefüllt mir 30 Jahre alten Provisorien. Sie war glücklich darüber, als neuesten Luxus überall Laminat legen zu lassen. Einen neuen Privileg-Kühlschrank und eine Dachterasse spendierte sie auch.
(Jammerschade. Mit einer ordentlichen Investition, einem guten Architekten und guten Materialien hätte sie die Wohnung für 30% mehr mit Handkuß losbekommen.)
Ich habe mir verkniffen, sie zu fragen, ob sie wüßte, daß sie einen Makler im Boot hat. Sie sieht auch nicht so aus, als wüßte sie vom Internet mehr als den Namen. Ich frage mich auch, was dieses Maklerbüro außer dem insnetzsetzen von miesen Fotos, dem Einsammeln von Unterschriften und dem Herausgeben von Telefonnummern tut, um zwei Monatsmieten Provision zu rechtfertigen.
Und während ich das schreibe, bekomme ich das 6. Fax, das ich unterschreiben soll...

4
Mai
2009

Kampfkleidung oder Kitty goes Party 2

Frauen brauchen Schuhe

shoes

zur Vervollständigung des Outfits. Wegrennen kann man nicht damit. Im Gegenteil.

Ickeso: Kannst du BITTE!!!! ein bißchen langsamer gehen? Das ist Kopfsteinpflaster. (der beliebte knöchelbrecher am eingang vom spindler&klatt)
Erso: Geh doch auf den Zehenspitzen, dann bleibst du nicht in den Ritzen hängen.
Ickeso: Ich gehe sowieso schon auf den Zehenspitzen!
Erso: Frauen...
ickeso: Männer...

Ach da kommen die vielen Babies her!

Suchanfrage:

gangbang prenzlauer berg

...und ich hab mich schon gewundert!

...

es ist nichts schlechter zu ertragen als eine reihe von guten tagen.

edit:

schönster moment des langen, warmen wochenendes: ziemlich breit in schlangenlinien nach hause zu radeln und dabei "rudy, the red-nosed reindeer" zu singen...

2
Mai
2009

to much

sljivovica.
aua. mein kopp.

29
Apr
2009

27
Apr
2009

Kampfkleidung oder Kitty goes Party

kigopa

So geschehen am Donnerstag.
Es war ein Risiko, das hinreißende cremefarbene Galliano-Kleidchen einfach mit Stofffarbe in die Waschmaschine zu werfen. Zudem draufstand: Nicht waschbar! und meine Erfahrung mahnend meinte: Der Chiffon läuft ein! Drei verschiedene Materialien! Das kann schief gehen! Und die Mischung!
Es sollte blaugrau werden, herausgekommen ist ein delikater taupe-altrosa Ton mit perlgrauer Stickerei.
Und auf der Party, auf der Frischfleisch Galore unterwegs war, war die eitle Kitty ein Hingucker.

Bloody Monday

Buchhaltung. Urgs.
Ich bereite alles vor, sortiere und hefte ab, die Dame beim Steuerberater hackt es noch mal ein, kopiert die Thermopapierbelege und schickt die Daten online ans Finanzamt.
Und neuerdings bekomme ich eine Abrechung nicht mehr nach Umsatz sondern nach Anzahl der Buchungen. Da hat keiner vorher mit mir drüber geredet.
Ich denke, die Tage der nun seit 12 Jahren währenden Zusammenarbeit sind bald gezählt...

25
Apr
2009

Yippie!

Endlich ein Tag für meinen Lieblingsrock (Drykorn, sandgestrahltes Khaki-Chintz) und eine Leinenbluse.
Im Bett mit der Zeitung gefrühstückt, mich ein bißchen gestriegelt und geputzt. Und nun aufn Markt fahren, Spargel kaufen, Kartöffelchen und Erdbeeren. Und beim Rogacki einen winzigen Hauch Schinken.
Sonne ist krisensicher und umsonst.

23
Apr
2009

Ich kotze gleich

Vor drei Tagen flattere eine Vorankündigung für einen ZDF-Sonntagsfilm ins Haus: "Liebe, Babys und der Zauber Afrikas".
Auf dem Postkärtchen dominiert zunächst eine Giraffe und die Savanne, unten reihen sich perlenschnurartig nette Fotos: blonde mittelalte Darstellerin mit Negerbaby im Arm, blonde mittelalte Darstellerin auf bayerischem Familienfest, blonde, mittelalte Darstellerin umarmt strahlend resches Mannsbild, brünette jüngere Nebendarstellerin gibt Leopardenbaby das Fläschchen.
Warum protestiert niemand? Jeder männeraffine Film, von Gebühren finanziert, mit gänzlich unironisch gemeintem Titel und Handlung, wie: "Titten, Bier und schnelle Karren" würde Alice und ihre Schwestern auf die Barrikaden treiben und Rundfunkkommissionen beschäftigen.
Werden hingegen die niedrigsten Instinkte von Frauen angesprochen: Süüüße Babies, Famiiiilie, süüüüße Kerle und süüüüße Tierbabies, so scheint das völlig ok. zu sein.

21
Apr
2009

Poetischer Nachtrag

Die Freunde warteten bereits am Stadttor. Neben den Wächtern standen sie in der Hitze, aufmerksam, sorgenvoll schauten sie die Straße entlang, sie wollten mich nicht ohne ein paar Worte ziehen lassen.
Einzig mein Pferd war ungewöhnlich, denn es stammte aus dem Stall des Königs und so trug es auch seinen Kopf. Seine Hufeisen schlugen grell und laut auf das Pflaster. Ich hingegen trug schwere Schuhe und die Reisetracht der Männer. Meinen Schmuck hatte ich für einen schlichten Dolch hingegeben, der Umgang mit ihm war mir vertraut, auch wenn es lange Zeit her war, daß ich in Waffen unterwiesen wurde. Dazu etwas Wasser, Brot und eine Decke, mehr brauchte ich nicht.
Vor dem Torbogen stieg ich ab, sah sie an. Vorsichtig berührten sie meine Schulter, mein Pferd, den Dolch. Ihre Blicke sagten: "Ja, ich verstehe es, ich käme gern mit dir, wenn ich ein paar Jahre jünger wäre." und fragten: "Warum? Du hast alles in den kühlen Hallen des Palastes, sei zufrieden!"
Ich lächelte vorsichtig, berührte sie ebenfalls flüchtig, meine Augen brannten unter der Krempe des dunklen Hutes gewiß nicht von der Sonne.
Dann stieg ich wieder auf. Das Tor wurde geöffnet, ich ritt langsam in die Ebene hinein, ohne mich noch einmal umzudrehen. Ich mußte ihnen nichts erzählen. Denn sie hatten von jener Nacht gehört, in der ich vor den Fremden sang und tanzte. Das Feuer loderte heiß, während draußen in der Kälte der Nebel in Kristalle ausfiel. Sie hatten die Visiere geöffnet, die Rüstungen gelockert und tranken unseren warmen Wein. Sie lächelten, als sie von der Schönheit ihrer Heimat sprachen. Ich stand im Schatten einer Säule und hörte ihnen zu, bis einer leise zu mir trat, meinen Schleier abnahm und mich küßte. Dann war nichts mehr wie bisher.
Ich ging langsam, atemlos, mit geradem Rücken quer durch die Gesellschaft aus dem Saal, mein Tamburin locker in der Hand. Dann begann ich zu rennen, schlug die Tür zu meinem Zimmer zu und verschloß sie dreimal. Es dauerte Tage, bis ich wieder nach draußen ging. Die Fremden waren längst weitergezogen und ich stand an meinem Fenster, sah in die Ferne, die Finger an meinen Lippen.
Ich wußte, daß der Weg weit sein würde, daß ich dort nichts gelten und nichts haben würde. Ich wollte es. Ich wußte, daß ich Arbeiten verrichten mußte, die ich nicht einmal kannte, daß ich mich in Gefahr begab und niemand mir helfen konnte. Ich wollte es. Ich wußte, daß die Reise eine halbe Ewigkeit dauern würde und daß an ihrem Ziel jemand auf mich wartete, oder auch nicht, daß diese Heimat nur in ihren Worten so schön wäre. Ich wollte es. Und so ging ich.

*Romantikmodus off*

Lob der Selbständigkeit

Wir sind an Ihnen interessiert, würden Sie gern auch in der nächsten Zukunft hin und wieder beschäftigen, wenn wir Bedarf haben - vorausgesetzt, sie stehen uns dann mit Priorität zur Verfügung und sind nicht noch für einen Mitbewerber tätig. Wir können uns darüber hinaus vielleicht auch eine längerfristige Zusammenarbeit sehr gut vorstellen, aber wann und zu welchen Konditionen und ob überhaupt, können wir zum heutigen Zeitpunkt nicht sagen.
Wir wären aber hocherfreut darüber, wenn Sie so bereit, flexibel, belastbar und motiviert bleiben, wie wir sie kennengelernt haben.
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Deshalb. Letzter Abschnitt.
Deshalb. Letzter Abschnitt.
kittykoma - 7. Nov, 23:29
Warum?
cabman - 7. Nov, 21:33
Es ist vollbracht
Kitty und ihr Tagebuch sind wieder an die alte Adresse...
Kitty (importiert durch kittykoma) - 18. Okt, 16:03
wieder einmal bestätigt...
wieder einmal bestätigt sich, dass sport eben doch...
Huehnerschreck - 6. Apr, 10:21
Einmal im Jahr
muß sein. 2007: angebrochene Rippe im Wanderurlaub. 2008:...
kittykoma - 4. Apr, 20:44
Ich will auch einen Staubsauger...
Ich will auch einen Staubsauger mit dem die Hausarbeit...
Steffi (Gast) - 8. Mai, 06:45
Saure Eier
Bei uns gehen Saure Eier etwas anders. Mit Butter in...
Schwaka (Gast) - 17. Feb, 14:20
another feuchtgebiet...
spätpubertäre literaturwunderkinder - siehe...
kittykoma - 6. Feb, 13:43

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