leben

4
Jul
2009

Gotham City

sei Berlin, sagt der englische Freund, es sei unvergleichlich. Wir sitzen auf der Dachterrasse und trinken den letzen Wein. Auf dem Dach gegenüber bewegen sich die die Schattenrisse junger Menschen vor dem heller werdenden Himmel. Selbst good old Charlottenburg läßt heute seine Kinder auf die Dächer.
Child in Time ist der letzte Song dieser Nacht.
Der Morgen kommt sehr früh und Gotham City schläft in einen heißen hellen Tag hinein..

3
Jul
2009

Am heißesten Tag des Jahres

Ein sechsgängiges Menü zuzubereiten, das 5 Wochen vorher verabredet wurde, ist etwas schräg.
Sollte ich heute nacht noch in den Schlachtensee springen, gehe ich sicher unter.

Und sonst so? Durch Gewitterregen rennen ist was sehr schönes.

2
Jul
2009

Der englische Freund

ist nun seit drei Tagen da. Er ist nun einmal sehr skurril. Ich schätze die Gespräche mit ihm, aber das Zusammenleben zu dritt auf 110 nicht so recht separierten Quadratmetern, bei wegen der Hitze geöffneten Türen, erfordert ein großes Maß an gegenseitiger Toleranz und Geduld.
Er würde sich nie allein durch Berlin bewegen, deshalb freut er sich sehr, wenn ich am nachmittag aufhöre zu arbeiten und mit ihm etwas unternehme. Am Abend sind wir dann zu dritt unterwegs.
Ich fühle mich nicht pädagogisch genug, ihn an bestimmte soziale Fertigkeiten heranzuführen, aber der eine oder andere gemeinschaftliche Hinweis hatte doch seine Wirkung...
- teile die Rechnung
- öffne das Fenster nach dem Klo
- benutze nachts beim Radiohören Ohrstöpsel

Morgen ist dann "räume dein Frühstücksgeschirr in die Spülmaschine" dran.

schöne suchanfrage

"was macht frauen über 40 so anziehend?"
und er landet bei mir. hehehe.

1
Jul
2009

nenn mich cyborg

protonenpumpenhemmer. klingt nach science fiction.

30
Jun
2009

Oh nein!

Ich hab wohl irgendwas ernsteres mit dem Magen. Fühlt sich an wie entzündet.
Der Hypochonder in mir jubelt und ich lasse heute mal Obst, Gemüse, Kaffee und Rotwein weg.
Werd wohl auch zum Arzt gehen müssen. Das mag ich ja garnicht. Wo ich ich doch lieber über Google spekuliere, welche schrecklichen Krankheiten ich bekommen könnte.

edit: Ich war auf der Hundeseite vom Schlachtensee schwimmen!!! Oh nein! Pest & Cholera!

29
Jun
2009

Copy Universe

Derzeit scheint viele dasselbe Thema zu beschäftigen. Anke Gröner hat heute eine gute Zusammenfassung zum Thema Mediendistribution geschrieben.
Auch mich beschäftigt es, denn ich bin mehr und mehr der Meinung, daß das Fernsehen und speziell dort die kostenintensiven fiktionalen Inhalte eine ähnliche Entwicklung wie die Musikindustrie nehmen werden.
Ich hatte am Samstag ein längeres Gespräch mit einem Patentanwalt, der sehr viel Politikberatung macht. Er sah zum ersten ein Problem, wie das Urheberrecht grundlegend (und schnell) geändert werden könnte, ist es doch gerade ist einigen Passagen verschärft worden. Aus seiner Erfahrung heraus wird das ein langer politischer Prozeß mit Irrungen und Wirrungen.
Interessant fand ich seine Bemerkung, daß es nicht darum ginge, bereits die Kopie zahlungspflichtig zu machen. Da der Kopiervorgang so extrem einfach geworden ist, sind die Datenträger der (illegalen) Downloader voll mit Werken/Produkten, die sie nicht nutzen. Er ist dafür, daß erst die Nutzung - wie auch immer - bezahlt werden sollte.
Wir tun übrigens so, als wäre das Urheberrecht ein eherner Bestandteil unserer Kultur. Dabei ist es sehr jung, ähnlich wie der Begriff der Autorenschaft. Die verbreitetste Raubkopie der Welt ist die Bibel, weder Petrus noch die Jünger haben Tantiemen dafür erhalten. Herrn Shakespeare könnte man auch mal channeln, um zu fragen, was seine Dramen gebracht haben. Das, was wir von ihm kennen, haben Leute in den Vorstellungen mitgeschreiben, um es dann an einen Verlag zu verkaufen, der die Stücke drucken ließ. - Eine klassische Raubkopie.
Vor der Zeit von Rundfunk und Tonträgern gab es Notenblätter. Die wurden verkauft, vielfach abgeschrieben, auswendig gelernt und vorgetragen. Wenn der Vortrag gut war, also konzertreif, gab es dafür Geld. Der Komponist hatte früher nichts oder wenig davon.
Da der Konsum von Kunst im Alltag wichtiger geworden ist, als der Gang zur Kirche, ist eine Art Zehnter für Künstler nicht unlogisch. Nur, wer bestimmt, wer Künstler ist? Als kostenpflichtiger Prediger konnte sich auch nur ausgeben, wer die Prüfungen einer Gemeinschaft bestanden hat und vom Machthaber anerkannt war.
Es ist eine spannende Zeit, in die wir gehen. Wahrscheinlich wird die herrschende Anarchie Wege freibrechen, die wir vorher nicht denken konnten. Und nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird.


In diesem Gespräch habe ich auch eine kleine Lektion darüber gelernt, wie im Wahlkampf von Leuten, die nichts vom Thema verstehen, Gesetzentwürfe gemacht werden. Da schreibt ein Referent was zusammen und gibt es in die Welt und die soll gefälligst damit zurechtkommen. Kippt die Verschwörungstheorien über Bord, Kinder. Das Ding hat wahrscheinlich eine Eigendynamik bekommen, die der Ursula mittlerweile gar nicht mehr lieb ist.
btw. Beziehen sich die Sperren nur auf das TCP/IP-Protokoll oder auch auf ftp? Wäre es das erstere, ist es tatsächlich nur eine riesige, mit Bullshit gefüllte Blase.

Die Leiden der Veganer

Gestern abend habe ich mich ganz gesund ernährt. Ich hatte seit Tagen Appetit auf Blumenkohl und erstand einen auf dem Markt. So ein kleiner, schneeweißer, der noch alle Blätter um sich herum hat, damit er schön weiß bleibt. (Und wir wissen ja alle, daß bei inneren Eingebungen von gesundem Gemüse, der Körper die Behebung eines Mangels fordert.)
Dann kam mir der Gedanke: indisch soll er schmecken! Ich googelte und siehe da, man kann Blumenkohl mit etwas Öl, Knoblauch und viel Curry schmoren. Einfach rein in die Pfanne, Deckel drauf, immer mal schütteln und umrühren.
Das tat ich. Damit das Curry nicht verbrannte, kippte ich dann doch etwas Wasser drauf. Neben der brodelnden Pfanne stehend, überlegte ich, wie die knudelig runden Röschen wohl gleichmäßig gar werden könnten. Außen Pampe, Innen fest, das geht ja nun wirklich nicht. Nach einigen kritischen Blicken ins die Tiefe der Pfanne einigte ich mich mit meinen brüllenden Hunger und dem herumschreienden Appetit, daß ein bißchen knackig sehr schön sein kann. Zum Essen kippte ich etwas Joghurt darüber und es schmeckte ziemlich gut.
In meinem Magen mußten sie dann eine Sonderschicht einlegen. (Ich denke ja dann immer an "Was sie immer über Sex wissen wollten", diese Szene im Magen, wo die Männer mit den Schubkarren Regencapes trugen, weil von oben immer mehr Rotwein und Fettucine herunterrauschten.)
Ich wartete extra lange mit dem Schlafengehen, denn in meinem Bauch lag ein Fußball, der schmerzend meine Magenwände dehnte. Ja aber? Curry - gesunde Gewürze! Blumenkohl - reine Natur! (ohne Hollandaise, ohne Semmelbutter!!!)
Kühe sollten ja jede Menge Methan erzeugen. In meinem Magen blubberte es. Wäre ich eine Kuh, könnte ich wenigstens wiederkäuen. Schnaps würde auch nicht helfen, denn das Essen war so gut wie fettfrei. Sich der Last auf Bulimische Art zu entledigen, fiel aus. das konnte ich nicht. (In einer Schwangerschaft ist es definitiv viel schlimmer, bei anhaltender Übelkeit nicht kotzen zu können. Ich weiß nicht warum, aber ich muß schon schwerst betrunken oder krank sein, um mir mein Abendbrot noch mal durch den Kopf gehen zu lassen.)
So überließ ich mich denn im Bett sanften Albträumen. Zwei Versuche, sich auf den Bauch zu drehen, wurden sofort mit Aufwachen bestraft.
Heute morgen hat sich der Fußball noch nicht von der Stelle gerührt. Wie bei einer Schlange. Eimal in der Woche einen Blumenkohl schlucken, mit Curry bepudert und mit Joghurt gleitfähig gemacht und das wärs mit der Ernährung.
Vielleicht sitzt diese Kugel morgen schon etwas tiefer (bei Schlangen rutschen die Kaninchen ja auch durch), das sieht dann wenigstens schwanger aus und nicht so deformiert.

26
Jun
2009

Nun mußt du nicht auf die Bühne

Mal abgesehen davon, daß ich die Meldung noch immer für einen Witz halte.
Er wird schon gleich aus seinem Tranquilizerschlaf aufwachen, die Nase aufsetzen, zum Frühstück mit ein paar kleinen Jungs spielen und weiter proben.

Nachtrag: Es stimmt. Aus einem Untoten wurde ein Toter. Hat ihm sein Konzertveranstalter den Pfahl in Herz geschlagen?

25
Jun
2009

Im Orkus

Habe gerade einen hochengagierten Text das Klo runtergespült (sogar zwischengespeichert, dann aber Totalüberforderung der Maschine wg. avi in DVD-ifo und aus wars...)
Nach 2 Tagen testen und experimentieren kenne ich mich mit codecs, mux und demux recht gut aus, weiß, was die Umsonst-Programme alles können und bin für die nächsten Anforderungen gewappnet.
Ist fast wie früher, als ich am Wochenende unbedingt den Rechner auseinanderschrauben mußte, um irgendetwas zu optimieren und dann Sonntag nacht durchmachte, um die Kiste bis zum Bürobeginn wieder zum Laufen zu kriegen.
Crashkurse sind mir immer noch am liebsten.
I love the hard way...
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