exkurs

13
Mai
2008

Live und für umme

Große Empfehlung für dieses Konzert:

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Da es so schwer zu lesen ist: Culcha Candela, Nosliw, die Ohrbooten u.v.a.
Und bitte weitersagen, es ist für einen guten Zweck!

7
Mai
2008

Kein Kommentar

Unsere Mutter ist Anfang bis Mitte 30 und sieht für ihr Alter noch sehr gut aus...

Briefing für einen Werbespot

28
Apr
2008

Von der Schwierigkeit, sich zu paaren

Ich schreibe nicht über die Stelle, wo Frauen und Männer am besten zusammenpassen, nämlich in der Mitte, harhar.
Ich meine die emotionsüberfrachtete Suche nach dem Menschen, mit dem man gern den Rest seines Lebens verbringen möchte. (Und daß der Rest des Lebens dann in der Regel 7-8 Jahre lang ist, liegt einfach an unserer obzön hohen Lebenserwartung.)
Entweder man nimmt die Sache sportlich und stürzt sich ohne Verzögerung mit Neugier auf den neuen Menschen, der an die Tür klopft, lernt dabei eine Menge, erweitert seinen Horizont, stößt irgendwann an Grenzen und zieht weiter. Keine schlechte Sache, was die Beziehungs- und Lebenserfahrung angeht. Fazit ist aber oft die Erkenntnis, daß Menschen und Beziehungen so unterschiedlich garnicht sind. Denn 50% der Beziehung ist man selbst und in der Regel ändert man sich nicht.
Mal abgesehen von der enormen Vernichtung von Lebensenergie und Ressourcen, mit der die Suche nach einem neuen Partner verbunden ist. In Bars rumhängen, zuviel trinken, blöd quatschen und dann zu freudlosen sexuellen Handlungen entweder zu mir oder zu dir gehen (welcher Mann bringts schon in der ersten oder zweiten Nacht zufriedenstellend?). Die Trennung, weil man es nicht mehr aushält (sehr gern von gerade frisch getrennten Therapeuten empfohlen) könnte ein Weg in eine Singlehölle sein, die man erst recht nicht aushält. Von materiellen Dingen ganz zu schweigen. (Erst letztens den privaten Hintergrund einer Kundin erfahren. Durch eine Therapie hat sie den Mut zur Trennung gehabt, weil Männe ständig fremd ging. Haus verkauft, Altersvorsorge aufgelöst, separate Wohnungen bezogen, aber keiner ist glücklich. Die Frau nicht, weil sie beruflich den Anschluß nicht findet, um sich selbst zu ernähren - ganz abgesehen von einem neuen, womöglich treuen Mann, wer flirtet ein 60jähriges Muttchen an? Der Mann nicht, weil Fremdgehen etwas anderes ist als das banale Pistenf*cken, die Konkurrenz ist jünger und die Objekte der Begierde sehen plötzlich in ihm einen Partner und machen Streß. Fazit: Klassisches Lose-Lose.)
Die Vorstellung, daß es der Mensch sein soll, für den man sich aufhebt, treibt auch die seltsamsten Blüten. Einer meiner Freunde hat 8 lange Jahre allein verbracht weil, sein Forderungskatalog an die Frau seiner Träume lautete: mindestens zwei Frendsprachen fließend oder ein Doktortitel. Nun liebt er eine sehr nette Musiklehrerin, die an einer zweisprachigen Schule arbeitet.
Ein anderer sucht nun seit zwei Jahren die Frau seines Lebens, also am besten sollte es ein Mädchen sein, lieblich und nicht so abgeklärt. Mit dem Ergebnis, daß er mittlerweile schon zusammenzuckt, wenn ihn an der Supermarktkasse eine Frau anlächelt. Immerhin besser als früher, wo sein klassisches Beuteschema war: Ich will die Frau, die mich nicht will. Seine Ehefrau hat er vier Jahre geliebt und verfolgt und bekommen hat er sie erst, als es ihr mal ganz beschissen ging und sie einfach jemanden brauchte, dann war er da. Leider Gottes war sie dann auch sofort schwanger und diese Geschichte nahm einen Verlauf in eine unheilvolle Ehe. Auch mich hat er mal vier Jahre so angehimmelt. Ein oder zwei Mal war es es weit, daß ich dachte: ach, scheiß doch drauf, du brauchst einfach jemanden, der da ist und dich in den Arm nimmt. Es ist Gott sei Dank nie dazu gekommen. Ich hätte ihn vom ersten Augenblick an gehaßt, weil er mich in meiner Schwäche erobert hat.
Meine These ist, daß Menschen, die hohe Erwartungen an einen Partner haben, Murphys Gesetz unterworfen sind. Sie suchen so lange nach dem Menschen, der ihren Projektionen entspricht und sie haben ihre Projektionen in langer Zeit perfektioniert, daß sie im Erfolgsfall auf jemanden treffen, dem nicht gewachsen sind und der nicht zu ihnen passt. Wenn Aschenputtel endlich den Traumprinzen bekommt, ist sie trotzdem immer noch eine Erbsenzählerin und der Prinz ein reitender Schnösel.
Das andere worst-case-szenario ist, daß man vor lauter Entzug dann schließlich zum nächstbesten Deppen, der nicht bei drei auf dem Baum war, ja sagt. Der natürlich dem Bild vom Mann der Träume nicht entspricht. Erfolgreicher Arzt, schöner, romantischer Junggeselle mit künstlerischen Ambitionen war der Plan, angefetteter Buchhalter mit Volksmusikvorliebe ist die Ausführung.
Shit happens.
Deshalb bin ich nach wie vor dafür, wieder ein Heiratsvermittlungssystem einzuführen, das nach Ähnlichkeit der Herkunft, charakterlichen Ergänzungen und ähnlichen Lebensplänen arbeitet und diesen ganzen romantischen Schmus außer Acht läßt.

24
Apr
2008

Mein Leben als Mann

Es gibt Texte, die sind wie Verkehrsunfälle. Man muß einfach hinschauen und weiterlesen.
Bei diesem und den vorhergehenden habe ich oft gedacht: Nee, das gibts nicht, das ist ein fake, den sich ein paar Mädels an einem Kneipentisch ausgedacht haben.
Aber scheinbar nicht. Es lebt, malocht und konsumiert in irgendeiner Großstadt und ist stolz darauf.

22
Apr
2008

Bitte beachten

Dieses Interview.

8
Apr
2008

Hamburg im Dauerlauf

Heute und morgen Hamburg. Leider nur für Teppichlauf, Film anschauen, Party, Rausch ausschlafen, den Morgenzug zurück erwischen.
Das Kind muß morgen wieder zu einer wichtigen Vorlesung und auch heute kommt sie direkt vom Seminar.
Wer also heute abend in Harburg vorm Kino was blondes junges langhaariges mit grünen Schuhen und schwarzem Tanzröckchen in Begleitung von was blondem älterem kurzhaarigem mit grünen Stiefeln und schwarzen Tanzrock sieht - das sind wir.
Und der Film heißt Fleisch ist mein Gemüse.

7
Apr
2008

Junge Mädchen

Grade packe ich eine Bewerbung aus. Ein blondes Mädchen, vom Styling und Gesichtsausdruck gefühlte 16. Sie ist aber schon Mitte 20. Ganz oben in den persönlichen Angaben stehen neben der Größe auch das Körpergewicht, das ist selbst für meine Branche ungewöhnlich, da sprechen vorteilhafte Fotos in der Regel für sich.
Ich rechne im Kopf und komme zu keinem Ergebnis, dann googele ich nach einem BMI-Rechner und gebe die Werte ein. Sofort ploppt ein Fenster auf "Sie haben Untergewicht. (BMI unter 18,0) Bitte sprechen Sie mit einem Arzt, es könnte Magersucht vorliegen."
Ich sehe noch mal auf die Fotos. Der Kopf schiefgelegt, die Hände immer am Körper, sich selbst haltend und streichelnd, in Decken und Pullover gewickelt und sich doch entblößend: Knochige Knie, fettfreie Hüften, sichtbare Beckenknochen. Große Augen mit dunklen Ringen. Kaum Muskeln. Die DVD verrät noch mehr. Dünne, kranke Haare, schlechte Haut, kraftloser Gang. Auf eine modelhafte Art ist sie gut zu fotografieren, sie ist auch nicht ganz talentfrei, aber sie scheint ihre mentale Unreife, die immer wieder in der Mimik durchbricht, mit diesem Körper ("Bin ich nicht schön? Und wenn ich die Zigarette so halte, bin ich ganz cool.") zu kompensieren.
Ich weiß nicht, wie ich mich verhalten soll. Eine Absage wird das in jedem Fall. Sollte ich sie begründen? Und sollte ich sie mit den Tatsachen begründen? Daß ich den Eindruck habe, sie ist magersüchtig und mental nicht stabil und ich finde nicht, daß sie in diesem hammerharten Beruf richtig ist.
Schwierig.

6
Apr
2008

Alte Männer

Wir sind gestern bei einem Spazierganz zufällig an einem Harley-Davidson-Laden vorbei gekommen. Faszinierend.
Die Mitglieder der Motorradclubs stehen in Rudeln auf dem Pflaster, alle tragen die selben Jacken und hofieren den in der Mitte des Rudels stehenden Typen, der sich meist dadurch auszeichnet, noch die vollste silberne Matte auf dem Kopf und den eindrucksvollsten Schnauzbart zu haben. Leider hat er auch meistens die größte Plautze.
Auch jenseits der Rudel gilt: je schöner und glänzender die am Staßenrand aufgebockte Maschine, desto häßlicher und ungepflegter ihr Fahrer. Wampen, Warzen, Tränensäcke und schüttere Frisuren, die immer noch mindestens mit einigen Haaren über die Ohren und den Hemdkragen gehen müssen.
Mitunter aucht die eine oder andere Frau auf. Meist blond. Meist langhaarig oder - mangels Masse - auftoupiert und im Gesicht schwer vom Rauchen gezeichnet.
Man trägt Leder und da die taillierten Rennfahrerjacken und die engen Stiefelhosen den Herren schon seit Jahren nicht mehr passen, wickeln sie sich nun ganze Rinderhäute. Ganz beliebt, weil praktisch, ist die Lederweste. Sie geht bis bis über den Hintern und ist am Bund in Falten gelegt, so daß der Bauch warm eingepackt ist, die Arme bleiben frei zur Demonstration des immer noch beachtlichen Bizeps. Ihre vielen Taschen verhüten, ihr Träger womöglich ein lächerliches Herrenhandtäschchen benutzen müßte. Da paßt alles rein, Sonnenbrille, Geldbörse, Papiere, Zigaretten, Zippo, Schlüssel, Leatherman. Unter die Lederweste kommt das unvermeidliche karierte Hemd.
Im übrigens sammeln sich auch viele Lederwestenträger bei Dixielandkonzerten. Dort tauchen sie ihre grauen Schnauzbärte ins Bier, quatschen mit Kumpels über Krankheiten, rauchen Roth-Händle und schauen der in die Jahre gekommenen Bedienung mit der kecken, kurzen Lederschürze auf den nicht mehr ganz taufrischen Hintern, dem enge Röhrenjeans Form geben.

2
Apr
2008

So schnell

via

Ich immer nur zufällig auf ihrer Seite, Reisebeschreibungen, später Krankheit, eine Frau aus der Provinz. Nix für mich Großstadtpflanze.
Gestern und heute habe ich mich von vorn bis hinten durchgearbeitet. Eine klare, kluge Frau, unprätentiös, keine verschnippte Selbstinszeniererin. Es sagt viel über meine Eitelkeit, daß ich immer wieder nur vorbei gegangen bin.
Es wird nicht nur geliebt gezeugt und geboren in Kleinbloggersdorf, es wird auch gestorben.
Knapp drei Jahre von der ersten Diagnose bis zum letzten Tag im Hospiz, vom "ich habe keine Angst" bis zum "ich muß mich damit abfinden". Davon zwei Jahre Hoffnung, daß der Krebs abdreht und immer wieder schwere Quälerei.
Ich habe mich gefragt, wie ich handeln würde, wenn ich heute oder morgen vor diesem Problem stünde. Würde ich die Ochsentour der Chemotherapien, Bestrahlungen und Operationen gehen? Würde es sich lohnen, die letzte, zerdehnte Lebenszeit kriechend und kotzend in Krankenhäusern zu verbringen? Ist der schnelle Untergang mit Würde und Trara besser? Oder sollte man doch lieber bei der Lebenslotterie mitspielen?
Das Blog von mariont, ihr virtueller Nachlaß, wird hoffentlich noch lange im Netz stehen.

1
Apr
2008

Mist!

Grade eine lange Kritik zur gestrigen Premiere geschrieben.
Im letzten Satz auf die falsche Taste gekommen, gelöscht.
Also. Ansehen. Gut gemachtes deutsches Kino.
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The Diary of Kitty Koma

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Deshalb. Letzter Abschnitt.
Deshalb. Letzter Abschnitt.
kittykoma - 7. Nov, 23:29
Warum?
cabman - 7. Nov, 21:33
Es ist vollbracht
Kitty und ihr Tagebuch sind wieder an die alte Adresse...
Kitty (importiert durch kittykoma) - 18. Okt, 16:03
wieder einmal bestätigt...
wieder einmal bestätigt sich, dass sport eben doch...
Huehnerschreck - 6. Apr, 10:21
Einmal im Jahr
muß sein. 2007: angebrochene Rippe im Wanderurlaub. 2008:...
kittykoma - 4. Apr, 20:44
Ich will auch einen Staubsauger...
Ich will auch einen Staubsauger mit dem die Hausarbeit...
Steffi (Gast) - 8. Mai, 06:45
Saure Eier
Bei uns gehen Saure Eier etwas anders. Mit Butter in...
Schwaka (Gast) - 17. Feb, 14:20
another feuchtgebiet...
spätpubertäre literaturwunderkinder - siehe...
kittykoma - 6. Feb, 13:43

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