exkurs

11
Mrz
2008

Ach Douglas!

Die Antwort ist noch immer 42, auch nach 30 Jahren...

24
Jan
2008

...

Mary Kate Olsen

3
Dez
2007

Also

was die Leute an Dieter Nuhr finden? Tja, auf der anderen Seite würden die Zillertaler Schürzenjäger ebenfalls das Olympiastaion füllen. Da würde allerdings kaum jemand zugeben, dabei gewesen zu sein.

edit
Ich hab mich geirrt. Gleiche Kombi - mehrsilbiger Vorname, einsilbiger Nachname, anderer Mensch, anderer Humor.

Ich meine Mario Barth. Und der Herr Nuhr möge es mir verzeihen...


Mit dem Ausklinken aus dem Fernsehkonsum bin ich auch da nicht mehr so sattelfest. Das letzte, was ich live sah, war ein stand-up-comedian in Schöneberg. Der war gut, hatte aber was Lehrerhaftes. Er war allerdings Sozialwissenschaftler.

5
Nov
2007

Holzreich, der Tag

Noch 'n Stöckchen, diesmal zielgerichtet beworfen von der Nachtschwester.
Schlager, die untrennbar mit Situationen aus der Kindheit verbunden sind. Uff, das ist nicht so einfach. Da ich recht unmusikalisch und eher visuell programmiert bin, ist meine Kindheit ein einziger Klangbrei, aus dem hier und da was konkretes rausschwappt.
Küche bei Oma, das bedeutete jede Menge Big-Band-Sound und Opernarien. Das übliche, was das Ostradio eben gespielt hat. Big-Band-Arrangements von Schlagern (sehr schön auch noch zu hören am Skilift in der Tschechei, 70er-Hits auf Tschechisch). Manchmal auch Frank Sinatra, Louis Armstrong (Jazz war schließlich die Widerstandsmusik der unterdrückten Negersklaven) und - inflationierend - Herb Alpert & Tujuana Brass. Ach und Songs aus "My Fair Lady" fallen mir ein.
Weggehen mit Opa das hieß Militärmärsche, gespielt von uniformierten Kapellen, manchmal marschierten sie sogar mit Tambourmajor. Es gab Zeiten, da kannte ich sie alle, den Petersburger Marsch, den Radetzky-Marsch, den Parademarsch Nr.1... Dazu kamen russische Militär-Chorgesänge mit strahlenden Tenören. "Kalinka", "Warjag", "Katjuscha".
Der Morgen im Plattenbau bei meinen Eltern war dominiert von Marianne Rosenberg. Der Musikredakteur des Regionalsenders war Fan und deshalb wurde "Er gehört zu mir" dreimal stündlich gespielt. Diese Musik ist für mich assoziiert mit Muckefuck und übervoluminösem Ton aus riesigen Baßreflexboxen, der sich durch Müdigkeit, Muffligkeit und niedrigen Blutdruck sägt.
Dann Frank Schöbel und "Wie ein Stern in einer Sommernacht" und auch Tom Jones und "Delilah" und Les Humphries Singers.
Für mich sein hieß Barbra Streisand hören, vor allem "Funny Girl", Adamo (kennt den noch jemand?) und so endlos sentimentale Schinken wie Where I do Begin aus "Love Story", gesungen von Shirley Bassey. Das erste Lied des Erwachsenseins war "Wish You Where Here" von Pink Floyd. Danach war nichts mehr wie vorher.
Meine Mutter, das sind Mezzosopranarien (aus Hoffmanns Erzählungen zum Beispiel) und kirchliche Weihnachtslieder (auf Platte natürlich, wir gingen doch nicht in die Kirche), die sie phantastisch mitsang. Weihnachten, das sind die glasklaren Knabenstimmen vom Thomanerchor, in die die Platte leise hineinknackte.
Mein Bruder, Bill Tür, ist witzigerweise assoziiert mit Van Halen. Das war seine erste pubertäre Aktion. Aus der Schule kommen, die Boxen aufs Fensterbrett stellen und mit Van Halen die Straße beschallen.
Mein Vater, das ist Johnny Cash und vor allem Beethoven, was ich an dieser Stelle schon einmal schrieb.

Interessant ist, was geblieben ist. An "Where I do Begin" habe ich mich im Gesangsunterricht versucht und mußte feststellen, daß nach Frau Bassey dem stimmlichen Anspruch keiner mehr so richtig gewachsen war. Ich auch nicht. Das ist, wie "Feel" von Robby Williams singen, was für Leute mit Stimmumfang.
Nachdem ich mich lange vom Herb-Alpert-Overkill erholen mußte, finde ich die Musik mittlerweile (in kleinen Dosen) recht cool. Johnny Cash sowieso. Streisand sing ich immer noch im stillen Kämmerlein, fürs Karaoke find ich sie zu anspruchsvoll, da kann ich mich nur mit Tränen im Knopfloch blamieren.
Und als Pink Floyd noch mal bei Live 8 im Hyde Park spielten, hab ich heulend vorm Fernseher gesessen.

Ach so, weiterwerfen. An den s|ogmen, an Mr. Lucky, zwecks Launeverbesserung und an Herrn Glam, weil mich doch interessieren würde, was weiland im Harz so gehört wurde...

2
Nov
2007

Gesucht

Da ich so langsam meine alte sportliche Form zurückbekomme (gnaaa, das ist schwer genug), kann ich mich leider vor meinem Gewissen und denjenigen, denen ich es schon laut verkündet hatte, ... jetzt hab ich den Faden verloren. Also ich kann mich nicht mehr vor ein paar Vorhaben drücken. Als da wären:
  1. Endlich Tanzunterricht nehmen. Nur Zappeln war gestern. Und ich habe mich mittlerweile mehrmals schwerst dabei blamiert, als ich zum Tanzen aufgefordert wurde. Unter anderem vor einem Kunden. Und so suche ich einen Tanzpartner für einen Anfängerkurs Standard/Latein. Denn HeMan wird nicht von der Partie sein, frau möchte ja mal nen Grund haben, einen anderen Mann anzufassen ;).
  2. Und dann gibt es noch die Sache mit der Bärenrunde. Vielleicht ist Bill Tür auch mit von der Partie, wir hatten mal drüber gesprochen, aber mehr Leute sind eh besser. Wer Lust hat, im März 2008 oder 2009 mal an seine Grenzen zu gehen, guter Skilangläufer ist (Nordic Cross, nicht Schönwetterskaten), keine Angst vor Kälte hat, weil wir in selbst zu heizenden Hütten übernachten, der oder die sollte sich melden.

23
Okt
2007

Viel Spaß dann im Theater

Trompete Galgen Feuerstrahl - der kraftvolle Titel unseres neuen Stücks - einer Bühnenfassung der bekannten "Gespräche mit Schizophrenen" von XY- hält, was er verspricht: neue und eindrucksvolle Bilder werden dem Zuschauer anhand von sieben Gesprächen mit Patienten, die auch Künstler sind, präsentiert. Wechselnd zwischen einfühlsamem Dialog und intensivem Monolog ist "Trompete Galgen Feuerstrahl" gleichsam eine Schule der Wahrnehmung.

16
Okt
2007

Urspünge

Die ifs lädt mich zu einer Veranstaltung ein. Kes von Ken Loach.
Einer der ersten Filme, die von mir allein entdeckt wurden, irgendwann mit 12. Im DDR-Fernsehen natürlich, im Nachmittagsprogramm (Westen kucken war mir verboten). Da, wo auch die Neorealisten gezeigt wurden, Fellini und De Sica, als sie noch weniger unterhaltsam waren. Und Antonioni, als er immer gesellschaftskritischer wurde. Dazu auch auch einiges vom New Hollywood Cinema. Natürlich nicht "Easy Rider". Gesellschaftskritschere Sachen, The Strawberry Statement zum Beispiel. The Last Picture Show gab dann schon einen kleinen Skandal. Zu viel Sex. Und das am Nachmittag im "Schülerfilmclub". Der Film wurde nicht gezeigt, weil in der Woche vorher Ursula einen formidablen Skandal im Abendprogramm ausgelöst hatte.
Aber das war alles viel später. Vor kalifornischen Sommergefilden und Leuten mit mittellangen Haaren kamen die grauen, kalten englischen Filme, in denen die Leute immer schlechte und schiefe Zähne hatten. Als Identifikationspotential für ein intellektuell verkorkstes frühpubertierendes Mädchen kaum geeignet. Bei Kes hattte mich Bill Bradley interessiert. Er hatte nämlich fast einen Pilzkopf auf den Standfotos und das fand ich ja wieder cool.
Und dann hatte der Film genau die Wirkung auf mich, die Loach eigentlich für seine armen, ausgebeuteten Kapitalistenkinder beabsichtigt hatte.
Ein Junge, dessen Familie nur mit Arbeiten und Streiten beschäftigt ist, der in einer häßlichen Arbeitersiedlung wohnt, in der Schule mit stillschweigender Billigung der Lehrer von depperten Klassengenossen gehänselt wird, zähmt sich heimlich, am Rande der Stadt, einen Falken. Er bekommt etwas Edles. Gesten von Rittern. Die Folgsamkeit eines wilden Tieres. Freiheit. In Gedanken und Taten. Irgendwann wird auch er davonfliegen aus Muff, Beschränktheit und Enge.
Genauso fühlte ich mich. Auch wenn ich das als Kind einer wohlsituierten Familie im besseren Deutschland garnicht hätte dürfen sollen. Der Film ging übrigens nicht gut aus. Irgend jemand hat den Falken getötet.

12
Okt
2007

Volltreffer

Man kann nicht immer auf der sicheren Seite leben. Sonst verpaßt man zu vieles, was wichtig ist.
Jana Fonda in einem langen Interview mit Katja Nicodemus in der Zeit.
(Kann man irgendwie nicht direkt verlinken)
Klingt erstmal wie eine banale Weisheit für Kaffeetanten, liest man die drei Seiten vorher, weiß man, um welche Dimension es geht.

3
Okt
2007

Einheitsbrei

Vor genau zehn Jahren fuhr ich mit meiner Tochter nach Berchtesgaden. Da die Autobahn an einer Baustelle zugestaut war, nahm ich die Landstraße über die Niederlausitzer Braunkohlendörfer um Bronkow. Und da habe ich dann versucht, meinem Kind, das bei Mauerfall zweieinhalb Jahre alt war, zu erklären, wie das hier früher aussah: Keine oder verbeulte Gehwege, Straßen mit tiefen Schlaglöchern, an allem haftender Dreck und Staub, Mief in der Luft und ein deprimierendes Grau-in-Grau. Als einziger Farbtupfer Frauen in Kittelschürze auf Fahrrädern, das Kind auf dem Kindersattel, zwei volle Einkaufsbeutel am Lenker. Wenn der Tagebau näherrückte, wurden die Menschen in Plattenbauviertel umgesiedelt, die am Rand der industriellen Kleinstädte wie Hoyerswerda oder Senftenberg lagen. Bauern bekamen andere Jobs. Haustiere und Gärten gab es nicht mehr. Dörfliche Gemeinschaften wurden auseinander gerissen, wenn die Wohnungen nicht reichten.
Jetzt waren die Dörfer adrett und sauber. Die Straßen und Gehwege grade und trocken. Die Häuser mit Baumarktcharme saniert. Ab und zu war auch ein Mensch zu sehen. Meist ein alter Mensch.
Meine Tochter hat - damals zehnjährig - nicht so richtig verstanden, was ich meinte. Es war mal wieder so ein bißchen "Mama erzählt vom Krieg". Was sollte ich auch sagen? Ihr erzählen, daß die Raststätte Frankenwald für mich in einer anderen Welt lag? Berchtesgaden für mich mit Hitler assoziiert war und nicht mit Skifahren und Bergwandern?
Ich will die Mauer nicht zurückhaben. Ich will nie wieder im Februarsmog in einem Dreckloch, wie es Leipzig einst war, einen Asthmaanfall bekommen. Ich will nie wieder die gemunkelten Geschichten über auffällig häufige Kindesmißbildungen in der Bitterfelder Gegend hören und nicht wissen: Ist das negative Propaganda oder die Wahrheit?
Mal abgesehen von der ganzen kommunistisch-quasi-religiösen Gehirnwäschescheiße, die mein Leben von frühester Kindheit an bestimmt hat.
Ja, es ist richtig so.
Und ja, es ist schmerzlich, daß Millionen von Menschen in dem Gefühl leben, wohlgepflegte Eingeborene einer nahen Kolonie zu sein. Sonderbar und belächelt in ihrem Anderssein, kostspielig, unselbständig, larmoyant.
Die adretten Straßen täuschen nicht darüber hinweg, daß die ostdeutsche Gesellschaft in Gewinner und Verlierer zerfällt. Menschen, die die neu entstandene Welt akzeptieren (denn der Westen ist auch nicht mehr das, was er mal war) und sich integrieren und Menschen, die ihre alte Lebenshaltung beibehalten haben. Die entweder aus alter Ideologie und ihren Grabenweisheiten besteht oder aus der Gemengelage von ewigem Misstrauen gegen "die da oben" und dem Verharren in Unmündigkeit und Abhängigkeit.
Das waren jetzt alles keine perfekt gebaute Sätze, aber es mußte mal raus.

26
Sep
2007

Suchanzeige

Wenn ich mal eine weitere kleine Peinlichkeit aufdecken darf: Ich war früher leidenschaftliche Sci-Fi und mitunter Fantasy-Leserin.
Wobei mir frauenaffine Fantasy zu albern war. Mit Marion Zimmer Bradley kann man mich jagen.
Aber Ursula K. LeGuin hab ich immer sehr gemocht.
Leider habe ich die Jubiläumsausgabe von Die linke Hand der Dunkelheit verpaßt. Sie ist vergriffen und auch antiquarisch ist kein Exemplar mehr zu bekommen.
Wer über diese Lebensphase mittlerweile weg ist und das Buch noch im Regal hat, der sollte sich nicht scheuen, mir einen Wink zu geben.
Als Gegengabe gibts einen Tscheppe Sauvignon Blanc vom Czamillonberg.
logo

The Diary of Kitty Koma

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Quickcheck

Deshalb. Letzter Abschnitt.
Deshalb. Letzter Abschnitt.
kittykoma - 7. Nov, 23:29
Warum?
cabman - 7. Nov, 21:33
Es ist vollbracht
Kitty und ihr Tagebuch sind wieder an die alte Adresse...
Kitty (importiert durch kittykoma) - 18. Okt, 16:03
wieder einmal bestätigt...
wieder einmal bestätigt sich, dass sport eben doch...
Huehnerschreck - 6. Apr, 10:21
Einmal im Jahr
muß sein. 2007: angebrochene Rippe im Wanderurlaub. 2008:...
kittykoma - 4. Apr, 20:44
Ich will auch einen Staubsauger...
Ich will auch einen Staubsauger mit dem die Hausarbeit...
Steffi (Gast) - 8. Mai, 06:45
Saure Eier
Bei uns gehen Saure Eier etwas anders. Mit Butter in...
Schwaka (Gast) - 17. Feb, 14:20
another feuchtgebiet...
spätpubertäre literaturwunderkinder - siehe...
kittykoma - 6. Feb, 13:43

Kittytweets

    Wünsche

    Mußtu hörn:

    Früher war alles besser!

    Immer noch lesbar

    Suche

     

    Status

    Online seit 6429 Tagen
    Zuletzt aktualisiert: 15. Jul, 02:09

    Credits